KOSTAL PLENTICORE G3 · BYD HVS · BYD HVM · DC-HYBRID · 3 MPPT · BACKUP

KOSTAL Plenticore G3 mit BYD HVS & HVM – der DC-Hybrid für Neuanlagen und Speicher-Upgrades

Der Plenticore G3 ist KOSTALs dritte Hybrid-Generation – PV-Wechselrichter und Batterie-Wechselrichter in einem Gerät, mit drei unabhängigen MPP-Trackern und einem DC-gekoppelten Batterieeingang bis 820 V. Drei Leistungsklassen S (4–7 kW), M (8,5–12,5 kW), L (15–20 kW) decken Einfamilienhaus bis Kleingewerbe ab. In Kombination mit der LiFePO4-Hochvoltbatterie BYD Battery-Box Premium HVS oder HVM entsteht ein skalierbares Speichersystem mit bis zu 22,1 kWh in einem Strang. Made in Hagen, Wirkungsgrad bis 98,21 %, Ersatzstrom-Option – EMS-first analysiert und herstelleroffen geplant.

⮕ Warum DC-Hybrid ⮕ G2 vs. G3 vs. BI ⮕ S / M / L ⮕ BYD HVS & HVM ⮕ Systemaufbau ⮕ EMS & HEMS ⮕ Ersatzstrom ⮕ Kosten & ROI ⮕ Fehler ⮕ FAQ

4 – 20 kW

AC-Leistung über S / M / L plus optionale Leistungserweiterung Stufe 1 + 2

5,1 – 22,1 kWh

BYD HVS / HVM nutzbar je Strang, parallel bis 35,8 kWh mit BYD HVB

98,21 %

Max. Wirkungsgrad PLENTICORE L G3, 3 MPP-Tracker, IP65, Ersatzstrom

✓ Unverbindlich · ✓ Herstelleroffen · ✓ Wirtschaftlichkeit vor Produktverkauf · ✓ Für Privat & Gewerbe



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Warum DC-Hybrid

Für wen der Plenticore G3 wirklich gemacht ist

Der Plenticore G3 ist ein Hybrid-Wechselrichter: PV-Wechselrichter, Batterie-Wechselrichter und MPPT-Tracker für drei unabhängige Strings in einem Gehäuse. Daraus folgt eine klare Anwendungs-Logik: Er rechnet sich vor allem dann, wenn eine neue PV-Anlage mit Speicher entstehen soll – oder wenn bei einer Bestandsanlage der Wechselrichter ohnehin getauscht wird und der Speicher gleich mit ins selbe Gerät wandert. Solange der vorhandene Solar-Wechselrichter erhalten bleiben soll, ist der Plenticore BI die richtige Wahl. Sobald ohnehin neu geplant oder umgebaut wird, spielt der G3 seinen Vorteil aus: ein Gerät weniger an der Wand, weniger Verkabelung und höhere Systemeffizienz durch direkte DC-Kopplung von PV und Batterie.

1. Ein Gerät statt zwei

PV-Wechselrichter und Batterie-Wechselrichter sind im Plenticore G3 vereint. Das spart einen kompletten Gerätepreis, eine zusätzliche Wandfläche, doppelte Verkabelung und einen Verdrahtungsweg – und vereinfacht die Garantie- und Service-Logik auf eine einzige Adresse.

2. Drei MPP-Tracker

Drei unabhängige MPP-Tracker erlauben drei unterschiedliche Dachausrichtungen oder Modultypen am gleichen Wechselrichter – Ost-, Süd- und West-Dach gleichzeitig, ohne Ertragsverluste durch Mischverschaltung. Bei der L-Klasse bis 30 kWp PV-Leistung, beim G2 plus war für diese Leistungsklasse ein zusätzlicher String-WR nötig.

3. Höhere Systemeffizienz

PV-Überschuss lädt die Batterie direkt auf der DC-Seite, ohne den Umweg DC→AC→DC. Das spart einen Umwandlungs-Schritt und damit etwa 2–3 Prozentpunkte System-Wirkungsgrad pro Lade-Zyklus. Auf 15 Jahre und 4–6 t Stromdurchsatz summiert sich das in messbare Erlösdifferenz.

4. Ersatzstrom serienmäßig

Mit dem optionalen KOSTAL BackUp Switch (manuell) oder einer automatischen BackUp-Box wird der Plenticore G3 zur Ersatzstrom-Quelle: nach <5 Sekunden bzw. <30 Sekunden ist das Hausnetz wieder unter Spannung – 3N~ 230/400 V, bis 7,0 / 12,5 / 20 kVA je nach Klasse. Bei Stromausfall läuft das Haus weiter, bis 5.000 Betriebsstunden Backup pro Lebenszyklus.

5. Hochvolt-Batterieeingang bis 820 V

Der DC-3-Batterieeingang arbeitet im Spannungsfenster 95–820 V. Damit sind nicht nur BYD HVS und HVM kompatibel, sondern auch höhere Spannungs-Stacks wie BYD HVB, HVS+, HVM+, AXIstorage Li SV1/SV2, Dyness Tower (Pro), KOSTAL HELIVOR HV, Pylontech Force-H1/H2/H3, VARTA.wall, LG RESU FLEX und ZYC SIMPO HV.

6. Made in Germany

Der Plenticore G3 wird am Standort KOSTAL Hagen entwickelt und gefertigt. Daraus folgt: schneller Support auf Deutsch, kurze Ersatzteilwege, KOSTAL Smart Warranty und das KOSTAL Solar Terminal als zentrales Service-Backend.

💡 LEHR-Hinweis (EMS-first): Ob G3 oder BI – die Wahl des Wechselrichters entscheidet nicht über die Wirtschaftlichkeit. Was wirklich zählt, ist das Energiemanagement: welche Geld-Hebel ein Speicher heute öffnet (Eigenverbrauch, dynamischer Tarif, Wallbox-Ladezyklus, Wärmepumpen-Optimierung, künftig §14a-Konformität). Wir analysieren zuerst, welche Hebel zu deinem Lastprofil passen – dann entscheiden wir gemeinsam über Hardware.



Generationen-Vergleich

Plenticore plus G2, Plenticore G3 oder Plenticore BI – welche Variante passt zu welchem Projekt

KOSTAL führt aktuell drei Plenticore-Linien parallel. Plenticore plus G2 ist der bisherige Hybrid bis 10 kW, Plenticore G3 die neue Hybrid-Generation bis 20 kW mit drei Leistungsklassen, Plenticore BI der reine AC-Batterie-Wechselrichter zum Nachrüsten. Hier die wichtigsten Unterschiede in einer Tabelle.

MerkmalPlenticore plus G2Plenticore G3Plenticore BI G2
TypDC-Hybrid (PV + Batt)DC-Hybrid (PV + Batt)Reiner Batterie-WR (AC)
AC-Leistung3,0 – 10 kW4,0 – 20 kW (S/M/L + Erweiterung)5,5 / 10 kW
MPP-Tracker33 (unabhängig)– (kein PV-Eingang)
Max. PV-Leistungbis 15 kWpbis 30 kWp (L)
Batterie-Spannungsfenster120 – 650 V95 – 820 V120 – 650 V
Max. Lade-/Entladestrom Batt.15 / 15 AS 17 / M 30 / L 30 A26 / 26 A
Max. Wirkungsgrad97,2 %98,21 % (L)96,6 / 96,7 %
Backup / Ersatzstromneinja (BackUp Switch / Box)nein
BYD HVS FreigabeHVS 5.1 / 7.7 / 10.2 / 12.8HVS 5.1 / 7.7 / 10.2 / 12.8 + HVS+HVS 5.1 / 7.7 / 10.2 / 12.8
BYD HVM FreigabeHVM 11.0 / 13.8 / 16.6 / 19.3 / 22.1HVM 8.3 – 22.1 + HVM+ + HVBHVM 8.3 – 22.1
HauptnutzenHybrid-Klassiker EFH/MFHNeuanlagen, große Dachflächen, KleingewerbeSpeicher-Nachrüstung
Gewicht19,6 – 21,6 kg21,8 – 24,3 kg17,9 / 19,9 kg
Empfehlung LEHRAuslaufmodell, LagerwareNeuanlagen + Gen-WechselAC-Retrofit bei Bestands-PV

Faustregel für die Entscheidung: Bei einer Neuanlage oder einem Wechselrichter-Tausch ist der Plenticore G3 fast immer die richtige Wahl – mehr Leistungsklassen, höherer Wirkungsgrad, größeres Spannungsfenster, Ersatzstrom an Bord. Der Plenticore BI ist die richtige Wahl, wenn die bestehende PV-Anlage stehen bleibt. Der Plenticore plus G2 wird seit Mitte 2025 vom G3 abgelöst – bei Neukauf empfehlen wir grundsätzlich G3.



Drei Klassen, drei Zielgruppen

Plenticore S G3, Plenticore M G3 oder Plenticore L G3 – welche Klasse zu deinem Lastprofil passt

Jede Klasse hat eine Basis-Leistung und zwei optionale Leistungserweiterungen (kostenpflichtige Software-Freischaltung). Das spart auf Lager – und erlaubt spätere Hochskalierung, wenn z. B. eine Wallbox oder Wärmepumpe hinzukommt.

Plenticore S G3 (4 – 7 kW)

Basis: 4,0 kW · Stufe 1: 5,5 kW · Stufe 2: 7,0 kW
Max. PV: 6 – 10,25 kWp · Batt.-Strom: 17 / 17 A · Gewicht: 21,8 kg

Zielgruppe: Einfamilienhaus mit 5–10 kWp PV, Standard-Verbrauch 3.500–5.500 kWh/Jahr, klassische Süd- oder Ost-West-Verschaltung. Wirtschaftlichkeit am größten bei BYD HVS 7.7 / 10.2 oder HVM 11.0 / 13.8 in Kombination mit dynamischem Stromtarif.

Plenticore M G3 (8,5 – 12,5 kW)

Basis: 8,5 kW · Stufe 1: 10 kW · Stufe 2: 12,5 kW
Max. PV: 12,75 – 18,75 kWp · Batt.-Strom: 30 / 30 A · Gewicht: 22,3 kg

Zielgruppe: Großes EFH, kleines MFH, EFH mit Wallbox + Wärmepumpe, Sanierung mit Sektorkopplung. Sweet Spot bei BYD HVM 13.8 / 16.6 oder HVS+ 10.2 / 12.8 – voller Hub von 8,5 kW Entladeleistung wird hier praktisch nutzbar.

Plenticore L G3 (15 – 20 kW)

Basis: 15 kW · Stufe 1: 17,5 kW · Stufe 2: 20 kW
Max. PV: 22,5 – 30 kWp · Batt.-Strom: 30 / 30 A · Gewicht: 24,3 kg

Zielgruppe: MFH, Hofstelle, kleiner Gewerbebetrieb (Bäckerei, Werkstatt, Praxis), Landwirtschaft. Auch für EFH mit großer Dachfläche (Doppelhaus, Dachausrichtung über 2 Etagen). Bei der L-Klasse wird die DC-Kopplung zum echten ROI-Hebel: BYD HVM+ 19.3 / 22.1 oder zwei HVS-Strings parallel.

💡 Leistungserweiterung clever nutzen: Wer heute eine S-Klasse mit Stufe 1 (5,5 kW) installiert, kann später per Software-Code auf 7,0 kW erweitern – ohne Hardware-Tausch, ohne Neuanmeldung beim Netzbetreiber (sofern bei der Erst-Anmeldung schon die obere Stufe gemeldet wurde). Wir klären beim Analyse-Gespräch, ob deine künftigen Lasten (Wallbox, Wärmepumpe, Pool) heute schon höhere Anmeldung rechtfertigen.



BYD Battery-Box Premium

BYD HVS oder HVM – welche Variante zum Plenticore G3 passt

Die Battery-Box Premium HVS und HVM sind LiFePO4-Hochvoltspeicher mit modularem Aufbau. HVS arbeitet mit 102,4-V-Modulen (2,56 kWh, 38 kg) und ist kleiner, schmaler, leichter – HVM nutzt 51,2-V-Module (2,76 kWh, 38 kg) und ist größer, durchsatzstärker, höher skalierbar. Hier die wichtigsten Eckdaten für alle freigegebenen Plenticore-G3-Kombinationen.

ModellModuleNutzbar (100 % DoD)SpannungHöheGewichtEmpfohlene G3-Klasse
HVS 5.125,1 kWh204 V (160–240)712 mm91 kgS G3
HVS 7.737,7 kWh307 V (240–360)945 mm129 kgS / M G3
HVS 10.2410,2 kWh409 V (320–480)1.178 mm167 kgM G3
HVS 12.8512,8 kWh512 V (400–600)1.411 mm205 kgM / L G3
HVM 8.338,3 kWh153 V (120–180)945 mm129 kgS / M G3
HVM 11.0411,0 kWh204 V (160–240)1.178 mm167 kgS / M G3
HVM 13.8513,8 kWh256 V (200–300)1.411 mm205 kgM / L G3
HVM 16.6616,6 kWh307 V (240–360)1.644 mm243 kgM / L G3
HVM 19.3719,3 kWh358 V (280–420)1.877 mm281 kgL G3
HVM 22.1822,1 kWh409 V (320–480)2.110 mm319 kgL G3

Alle Werte aus dem KOSTAL-Datenblatt PLENTICORE G3 mit BYD Battery-Box Premium HVS/HVM (10/2025, DOC03300193). Die volle Detaildiskussion HVS vs. HVM siehe Direktvergleich BYD HVS vs. HVM.

1) Wie viel willst du speichern?

Unter 13 kWh nutzbar → HVS oder HVM beides möglich. Über 13 kWh → nur HVM (HVS endet bei 12,8 kWh). Über 22 kWh → zwei HVM-Strings parallel oder BYD HVB.

2) Wie viel Stellfläche hast du?

HVS ist bei vergleichbarer Kapazität deutlich kompakter – HVS 12,8 ist 23 cm niedriger als HVM 13,8 und 38 kg leichter. Bei Hauswirtschaftsraum, Garage oder Heizungskeller mit Engstelle gewinnt HVS.

3) Wie hoch ist der Durchsatz?

HVM liefert 50 / 50 A Systemstrom, HVS nur 25 / 25 A. Bei großem Tagesverbrauch, Wallbox- und Wärmepumpen-Spitzen am Abend ist HVM der robustere Partner – vor allem mit der Plenticore L G3.

4) Ist die Investition relevant?

HVS ist pro kWh leicht teurer als HVM (höhere Spannungstechnik bei kleineren Modulen). Für EFH mit 4–6 Personen und 5.000–7.500 kWh Verbrauch ist HVM 13.8 oder 16.6 oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis – klar zu rechnen im Analyse-Gespräch.



Welche Plenticore-G3-BYD-Kombination passt zu deinem Lastprofil?

Wir klären in 20 Minuten: Welche Klasse (S / M / L), welche Batterie (HVS / HVM), welche Leistungserweiterung – und welche der fünf Geld-Hebel (Eigenverbrauch, dynamischer Tarif, Wallbox, Wärmepumpe, §14a) für dich am meisten bringt. EMS-first, herstelleroffen, kostenlos.



Systemaufbau

PV, Hybrid-Wechselrichter, Batterie und Hausnetz im Plenticore-G3-System

Drei MPP-Tracker, ein gemeinsamer DC-Bus, ein 3N~ 230/400 V Netzanschluss am Hausverteiler – und dazwischen ein einziger Hybrid-Wechselrichter, der entscheidet, ob die PV-Energie direkt verbraucht, gespeichert oder eingespeist wird. Das ist die Kernidee.

KOSTAL Plenticore G3 (Hybrid-WR)

  • 3 MPP-Tracker, 1 kombinierter DC-Eingang (PV oder Batterie)
  • DC-Spannung 75–900 V (Arbeitsbereich), MPP 80–800 V
  • Batterie-Spannungsfenster 95–820 V
  • Max. PV: S 10,25 / M 18,75 / L 30 kWp
  • AC 3N~ 230/400 V 50 Hz, Standby 3,5 W
  • Schutzart IP65, Temperatur −20 °C bis +60 °C
  • SUNCLIX DC-Stecker, Webserver, KOSTAL Smart Energy Meter
  • Smart Warranty: 5 J Standard + 5 J durch Registrierung

BYD Battery-Box Premium HVS / HVM

  • LiFePO4 (LFP) – Cobalt-frei, hohe Zyklenfestigkeit
  • HVS: 2,56 kWh-Module, 102,4 V, 38 kg, 2–5 Module
  • HVM: 2,76 kWh-Module, 51,2 V, 38 kg, 3–8 Module
  • Schnittstelle Wechselrichter: RS485
  • Schutzart IP55, Temperatur −10 °C bis +50 °C
  • Zertifizierung VDE2510-50, IEC62619, CEC, CE, UN38.3
  • Parallelschaltung via BCU + Combiner Box CBH (bis 35,8 kWh mit BYD HVB)
  • BMS-Modul BCU 2.0 erforderlich für Plenticore-G3-Freigabe

Smart AC Link – auch mit vorhandenen PV-Wechselrichtern. Wenn die Plenticore G3 in einem Gebäude mit weiteren PV-Wechselrichtern (z. B. einem alten PIKO oder einem Fremd-WR) installiert wird, koordiniert der KOSTAL Smart Energy Meter alle Erzeuger. Per Smart AC Link kann die Batterie dann auch aus überschüssiger AC-Energie der anderen Wechselrichter geladen werden – nicht nur aus dem eigenen DC-Eingang. Bis zu fünf KOSTAL-Wechselrichter pro Hausnetz sind als Geräteverbund freigegeben.



EMS & HEMS

Wie der Plenticore G3 ins Energiemanagement passt

Der Plenticore G3 ist kein geschlossenes System. Er öffnet drei Schnittstellen für ein übergeordnetes Energiemanagement – KOSTAL Smart Energy Meter (KSEM), Modbus / SunSpec TCP über LAN und ein RS485-Bus für die Batteriekommunikation. Damit lässt sich das System sowohl in das KOSTAL-eigene Solar Portal als auch in externe HEMS-Lösungen einbinden.

KOSTAL Smart Energy Meter

Der KSEM sitzt am Netzanschlusspunkt und misst Bezug und Einspeisung phasengenau. Er steuert dynamische Einspeisebegrenzung (z. B. auf 50 % bei Speicheranlagen, 60 % bei reinen PV-Verbünden), regelt Schwarmverhalten bei mehreren Wechselrichtern und ist Pflicht, sobald mehr als ein KOSTAL-Wechselrichter im Hausnetz läuft.

Modbus / SunSpec TCP

Über den Webserver des Plenticore G3 wird Modbus (TCP) aktiviert. Ab dann ist der Wechselrichter im LAN per Standard-Protokoll erreichbar – Port 1502, Bytereihenfolge little-endian (CDAB). Das öffnet die Tür zu externen HEMS wie FEMS / OpenEMS, evcc, openHAB, Home Assistant, ioBroker und kommerziellen Energiemanagern.

RS485 zur Batterie

Die Batterie-Kommunikation zwischen Plenticore G3 und BYD HVS / HVM läuft über den dedizierten RS485-Bus (X452). Standardmäßig wird Schnittstelle A am KSEM für den Hybrid-WR, Schnittstelle B für ENECTOR Wallbox oder PIKO MP plus genutzt. Bei Batterien ist die Verkabelung Cat.7 / AWG20 zwingend vorgeschrieben.

💡 HEMS-Strategie: Der Plenticore G3 ist ein guter Aktor, aber kein HEMS im engeren Sinn. Wer mehrere Lasten orchestrieren will – Speicher, Wallbox, Wärmepumpe, dynamischer Tarif, eventuell Direktvermarktung – braucht eine Schicht darüber. Optionen: das integrierte FEMS bei einer parallel laufenden FENECON-Anlage, OpenEMS, evcc oder eine kommerzielle Lösung. Wir besprechen die HEMS-Architektur im HEMS-Cluster getrennt – und im Analyse-Gespräch konkret für dein Setup.



Ersatzstrom

Notstromfähigkeit beim Plenticore G3 – Manuell, Automatisch, Inselbetrieb

Der Plenticore G3 bietet drei Backup-Stufen: vom einfachen manuellen Umschalter für Steckdosen bis zur automatischen Umschalt-Box für das ganze Hausnetz. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie viel Komfort du im Stromausfall haben willst – und wie hoch dein Budget ist.

VarianteStartzeitWas läuft weiterHardwareAufwand / Kosten
BackUp Switch (manuell)< 5 svorgesehene Notstrom-Kreise (z. B. Kühlschrank, Licht, Heizung)KOSTAL BackUp Switchgünstigste Variante, manuelles Umschalten nötig
Automatische Backup-Box< 30 sdas gesamte vorgesehene Hausnetz, ohne manuellen EingriffKOSTAL automatische Backup-Boxhöhere Investition, aber Komfort-Lösung
Inselbetrieb komplett< 30 sVollständige Versorgung des Hauses bis 5.000 BetriebsstundenBackup-Box + entsprechend große Batterienur bei großen BYD-Stacks (HVM 19.3+) realistisch

Leistung im Backup-Betrieb: Plenticore S G3 liefert 7,0 kVA im Notstrom (2,33 kW pro Phase), M G3 12,5 kVA (4,16 kW/Phase), L G3 20 kVA (6,66 kW/Phase). Damit lassen sich auch Wallbox-Notbetrieb (3,7 kW einphasig) und Wärmepumpen-Start im Inselbetrieb realisieren, sofern die BYD-Batterie genügend Energie hat. Max. Ausgangsstrom pro Phase: 11,2 / 20 / 32 A.



Kosten & ROI 2026

Was kostet ein Plenticore-G3-BYD-System 2026 – und wann amortisiert es sich

Die folgenden Korridore sind realistische Marktpreise (April–Mai 2026) ohne EEG-Förderung und ohne PV-Module. Für ein Komplettsystem mit Neu-PV kommen 800–1.200 €/kWp Modul-/Montage-Kosten obendrauf. Wir kalkulieren im Analyse-Gespräch immer projekt-konkret.

KomponenteVariantePreisspanne (netto, brutto kompliziert je nach Lieferschein)Anteil Gesamtsystem
Plenticore S G3Basis 4,0 kW2.000 – 2.700 €20 – 28 %
Plenticore M G3Basis 8,5 kW2.400 – 3.200 €18 – 26 %
Plenticore L G3Basis 15 kW3.500 – 4.800 €22 – 32 %
Leistungserweiterung Stufe 1Software-Code250 – 500 €2 – 4 %
BYD HVS 7.73 Module, 7,7 kWh4.500 – 5.800 €40 – 50 %
BYD HVS 10.24 Module, 10,2 kWh5.800 – 7.300 €42 – 52 %
BYD HVM 13.85 Module, 13,8 kWh6.500 – 8.200 €44 – 54 %
BYD HVM 19.37 Module, 19,3 kWh8.800 – 11.000 €46 – 56 %
KOSTAL Smart Energy Meterobligatorisch350 – 500 €3 – 5 %
BackUp Switch (manuell)optional400 – 700 €3 – 6 %
Automatische Backup-Boxoptional1.800 – 2.800 €10 – 18 %
Installation + InbetriebnahmeElektrofachbetrieb1.500 – 2.800 €10 – 18 %
System Plenticore M G3 + BYD HVM 13.8typische Privat-Variante11.000 – 14.500 €100 %

Beispielrechnung 4-Personen-Haushalt mit Wallbox und Wärmepumpe: 6.500 kWh Jahresverbrauch, 9 kWp PV (Neuinstallation), Plenticore M G3 mit Stufe 1 auf 10 kW erweitert, BYD HVM 13.8. Investition Wechselrichter + Batterie + KSEM rund 10.500 €. Ohne weitere Hebel als bloßer Eigenverbrauch: Amortisation 16–19 Jahre. Mit dynamischem Tarif, Wallbox-Speicher-Vorrang und Wärmepumpen-Optimierung durch HEMS: 8–11 Jahre – je nach Strompreis-Entwicklung. Die genauen Hebel und ihr realistischer Beitrag hängen vom Lastprofil ab; wir analysieren das im Analyse-Gespräch.

Hinweis Preisangaben: Marktbeobachtung LEHR Energiesysteme, Stand Mai 2026. Preise variieren mit Hersteller-Zyklen, Bezugsweg (Direkt-Distributor vs. Großhandel) und regionalem Installations-Markt. Verbindliche Werte nur über konkretes Angebot.



Fehler vermeiden

Sieben typische Fehler bei Plenticore-G3-Projekten

Aus unserer Beratungspraxis – was bei Plenticore-G3-Systemen am häufigsten schiefgeht und wie wir es bei LEHR Energiesysteme vermeiden.

1. Falsche Klasse gewählt

S G3 bei 12 kWp PV oder L G3 bei 5 kWp ist Geldverschwendung. Wir wählen die Klasse anhand der realen Last und der geplanten Erweiterungen (Wallbox, Wärmepumpe) – nicht nach überschlägiger Modul-Leistung.

2. HVS gewählt, aber HVM gebraucht

HVS ist kompakter, aber liefert nur 25 A. Bei großem Last-Spitzen-Profil (zwei Wallboxen, Wärmepumpe + Kochfeld parallel) bremst das System unnötig. HVM mit 50 A System-Strom ist hier die robustere Wahl.

3. KSEM vergessen

Ohne KOSTAL Smart Energy Meter ist weder dynamische Einspeisebegrenzung, noch Schwarmsteuerung mit weiteren Wechselrichtern, noch Peak Shaving möglich. Der KSEM ist Pflicht, sobald mehr als ein Wechselrichter oder ein Speicher im Haus läuft.

4. HEMS-Schicht fehlt

Plenticore G3 plus BYD allein ist nur 60 % der ROI-Story. Erst eine HEMS-Schicht (FEMS, OpenEMS, evcc, kommerziell) macht aus dem Speicher einen echten Mehrerlös-Apparat – siehe HEMS-Cluster.

5. §14a EnWG nicht beachtet

Bestimmte Plenticore-G3-BYD-Kombinationen müssen ab 2024 durch den Netzbetreiber extern steuerbar sein, damit die Batterieladeleistung aus dem Netz 4,2 kWh nicht überschreitet. Das muss bei der Erstanmeldung mitbeantragt werden – siehe §14a EnWG.

6. Backup falsch eingeplant

BackUp Switch und automatische Backup-Box sind unterschiedliche Hardware-Pakete mit unterschiedlicher Verkabelung. Wer später aufrüsten will, sollte die Leitungen schon bei Erstinstallation vorsehen – sonst doppelte Montagekosten.

7. Smart AC Link nicht aktiviert

Bei Bestandsanlagen mit Alt-Wechselrichter, die zusätzlich einen Plenticore G3 bekommen, muss Smart AC Link im Servicemenue aktiviert werden – sonst lädt die Batterie nur aus dem eigenen DC-Eingang, nicht aus dem Überschuss der anderen Erzeuger.

 

 



Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Plenticore G3 mit BYD HVS / HVM

Was ist der Unterschied zwischen Plenticore plus G2 und Plenticore G3?

Der Plenticore G3 ist die Nachfolger-Generation. Wesentliche Neuerungen: drei Leistungsklassen S / M / L (statt einer Linie 3,0–10 kW), Leistung bis 20 kW (statt 10 kW), max. PV bis 30 kWp (statt 15 kWp), Batterie-Spannungsfenster 95–820 V (statt 120–650 V), max. Wirkungsgrad 98,21 % (statt 97,2 %) und integrierte Ersatzstromfähigkeit mit KOSTAL BackUp Switch oder automatischer Backup-Box. Für Neuanlagen empfehlen wir grundsätzlich G3.

Wann ist der Plenticore G3 die bessere Wahl als der Plenticore BI?

Immer dann, wenn entweder eine neue PV-Anlage geplant ist oder der bestehende PV-Wechselrichter ohnehin getauscht werden soll. Der G3 vereint PV- und Batterie-Wechselrichter in einem Gerät, hat drei MPP-Tracker und einen höheren Wirkungsgrad. Bleibt die bestehende PV-Anlage erhalten, ist der Plenticore BI die richtige Wahl – reine AC-Kopplung zur Speicher-Nachrüstung.

Welche BYD-Batterien sind für den Plenticore G3 freigegeben?

Laut KOSTAL-Datenblatt 10/2025 (DOC03300193) sind freigegeben: BYD Battery-Box HV (H 6.4 / 7.7 / 9.0 / 10.2 / 11.5), Battery-Box Premium HVS (5.1 / 7.7 / 10.2 / 12.8), HVM (8.3 / 11.0 / 13.8 / 16.6 / 19.3 / 22.1), HVS+ (5.12 / 7.7 / 10.2 / 12.8), HVM+ (8.3 – 22.1) und HVB (8.9 – 29.6). Voraussetzung ist das BMS-Modul BCU 2.0. Für die meisten EFH-Projekte ist HVS oder HVM die richtige Wahl.

Kann ich BYD HVS und HVM parallel schalten?

Nein. HVS und HVM haben unterschiedliche Modul-Spannungen (102,4 V vs. 51,2 V) und dürfen nicht gemischt werden. Parallel möglich sind zwei gleiche Batterien des gleichen Typs (z. B. zwei HVM 22.1 = 44,2 kWh nutzbar). Die Parallelschaltung erfolgt über die BYD Combiner Box CBH-40A oder CBH-70A.

Was bedeutet die Leistungserweiterung Stufe 1 / Stufe 2?

Jede G3-Klasse hat eine Basisleistung und zwei optionale Erweiterungsstufen, die per Software-Code aktiviert werden – ohne Hardware-Tausch. Beispiel S-Klasse: Basis 4,0 kW → Stufe 1 = 5,5 kW → Stufe 2 = 7,0 kW. Vorteil: Lager-Logistik wird einfacher, spätere Hochskalierung ist möglich. Bei der Erstanmeldung beim Netzbetreiber sollte schon die geplante Endstufe gemeldet werden, sonst fällt erneut Bürokratie an.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad des Plenticore G3?

Max. Wirkungsgrad: S G3 98,03 %, M G3 98,14 %, L G3 98,21 %. Europäischer Wirkungsgrad (gewichteter Mittelwert): S 97,20 %, M 97,49 %, L 97,72 %. Damit liegt der G3 spitzenmäßig im Hybrid-Wechselrichter-Markt – oberhalb des Plenticore plus G2 (97,2 %) und etwa gleichauf mit dem SMA Sunny Tripower Smart Energy.

Welche Garantie gibt KOSTAL auf den Plenticore G3?

KOSTAL Smart Warranty: 5 Jahre Standard ab Inbetriebnahme, kostenlos verlängerbar auf 10 Jahre bei Registrierung im KOSTAL Solar Terminal innerhalb von 6 Monaten nach Inbetriebnahme. Für die BYD Battery-Box Premium gibt es separate Hersteller-Garantie (i. d. R. 10 Jahre / 60 % Restkapazität je nach Modell und Bedingungen).

Ist der Plenticore G3 backupfähig — und was bedeutet das in Watt?

Ja, der Plenticore G3 ist serienmäßig backupfähig. Nenn-Scheinleistung im Backup-Betrieb: S 7,0 kVA, M 12,5 kVA, L 20 kVA. Pro Phase: 2,33 / 4,16 / 6,66 kW. Startzeit mit manuellem BackUp Switch <5 s, mit automatischer Backup-Box <30 s, bis zu 5.000 Betriebsstunden im Backup pro Lebenszyklus. Damit läuft im Stromausfall die volle Haushaltselektrik weiter, sofern die Batterie ausreichend gefüllt ist.

Kann ich den Plenticore G3 mit anderen Wechselrichtern kombinieren?

Ja. KOSTAL erlaubt einen Geräteverbund von bis zu fünf KOSTAL-Wechselrichtern im selben Hausnetz – aber nur ein Batteriespeicher pro Verbund. Beispiel: Plenticore G3 (mit Batterie) plus alter PIKO 8.3 (ohne Batterie) plus Fronius Symo. Der KOSTAL Smart Energy Meter koordiniert dann alle Erzeuger und kann die Einspeisung am Netzanschlusspunkt auf bis zu 50 % begrenzen (bei Speicheranlagen). Die Smart-AC-Link-Funktion erlaubt es, die Batterie auch aus überschüssigem AC-Strom der Fremd-Wechselrichter zu laden.

Was kostet ein typisches Plenticore-G3-BYD-System für ein EFH?

Für einen 4-Personen-Haushalt mit 9 kWp PV-Neuanlage, Plenticore M G3 (Stufe 1 auf 10 kW) und BYD HVM 13.8 liegt das Gesamtbudget bei rund 11.000–14.500 € netto für Wechselrichter + Batterie + KSEM + Installation. Inklusive PV-Module und Montage kommen 7.500–11.000 € obendrauf. Genaue Werte ermitteln wir im Analyse-Gespräch.



Plenticore G3 + BYD sinnvoll? Wir klären das mit Lastprofil und ROI

EMS-first, herstelleroffen, ohne Kaufdruck. Wir entscheiden gemeinsam, ob G3 oder BI, S oder M oder L, HVS oder HVM – und welche Geld-Hebel zu deinem Lastprofil passen.

Für Privatkunden

EFH oder MFH, Neuanlage oder Sanierung, mit oder ohne Wallbox / Wärmepumpe. Wir analysieren Lastprofil, Dachfläche, Hebel und passende Plenticore-Klasse.

Für Gewerbe & Landwirtschaft

Plenticore L G3 deckt Kleingewerbe ab 15 kW ab – Bäckerei, Hofstelle, Werkstatt, Praxis. Mit BYD HVM 19.3 oder HVM+ 22.1 wird daraus ein Lastspitzen-Kappungs-Werkzeug.

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Quellen & Hinweis

Technische Daten Plenticore G3: KOSTAL Solar Electric GmbH, PLENTICORE G3 mit Batterie – Technische Spezifikation, 10/2025, DOC03300193 · Plenticore plus G2: KOSTAL Solar Electric GmbH, PLENTICORE plus mit Batterie – Technische Spezifikation, 10/2025, DOC03306736 · Verschaltung mehrerer KOSTAL Wechselrichter: KOSTAL, Installationsleitfaden 03/2025, DOC02671194-0005 · BYD HVM-Datenblatt: BYD Battery-Box Premium HVS / HVM Datasheet, kompatibel mit KOSTAL Plenticore G3 · Regulatorik: BNetzA §14a EnWG; Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) · Marktanalysen: HTW Berlin – Stromspeicher-Inspektion 2024/2025 · Preisbeobachtung: LEHR Energiesysteme, Stand Mai 2026.

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Hersteller-Datenblätter werden mit der jeweils aktuellen Revision verglichen, können aber zwischen Stand dieser Seite und Hersteller-Update abweichen. Für verbindliche Anlagen-Auslegung gilt das individuelle Angebot. LEHR Energiesysteme ist herstelleroffen und mit keinem Hersteller exklusiv verbunden – wir empfehlen das System, das zum Lastprofil passt.