SOLAR MANAGER · HEMS · CONNECT 2 · § 14A · DYN. TARIFE · 500+ GERÄTE

Solar Manager – das herstelleroffene HEMS für PV, Wärmepumpe, Wallbox und dynamische Stromtarife

Solar Manager ist ein Home Energy Management System (HEMS) aus der Schweiz, das Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und dynamische Stromtarife herstellerunabhängig in einer App zusammenführt. Das System unterstützt über 500 Geräte verschiedener Hersteller, ist § 14a-EnWG-ready und eignet sich besonders für Bestandsanlagen, die sektorenkoppelnd nachgerüstet werden sollen.

⮕ Grundlagen ⮕ Connect 2 vs. Flex ⮕ Vergleich ⮕ Anwendungen ⮕ Nachrüstung ⮕ Kompatibilität ⮕ Wirtschaftlichkeit ⮕ Fehler ⮕ FAQ

500+

kompatible Geräte verschiedener Hersteller — Wechselrichter, Speicher, Wärmepumpen, Wallboxen, Smart-Plugs

bis 2.300 €

jährliche Energiekosten-Einsparung im Use-Case PV + Wärmepumpe + Wallbox + dyn. Tarif (Herstellerangabe)

~98 %

Eigenverbrauchsquote möglich mit voller Sektorenkopplung — gegen ca. 30–40 % ohne HEMS

Herstelleroffene Engineering-Beratung · Unverbindlich · Wirtschaftlichkeit vor Produktverkauf

Was Solar Manager ist — und was es nicht ist

Solar Manager ist ein cloudbasiertes Home Energy Management System (HEMS) der Solar Manager AG (Schweiz, gegründet in Muri) mit deutscher Niederlassung in Isernhagen. Im Unterschied zu klassischen Wechselrichter-Apps oder herstellergebundenen Speicher-Lösungen versteht sich Solar Manager als herstellerübergreifende Steuer-Schicht über dem Energiesystem: Ein lokales Gateway (Connect 2 für Hutschienenmontage oder Flex für Plug-and-Play) verbindet Wechselrichter, Speicher, Wärmepumpen, Wallboxen und Smart-Plugs verschiedener Marken miteinander und liefert die Daten an die Solar-Manager-Cloud. KI-basierte Optimierung berechnet daraus den günstigsten Fahrplan für die nächsten Stunden — basierend auf Wetterprognose, Verbrauchsmuster und (optional) dynamischem Strombörsenpreis.

Das System eignet sich für drei Profile besonders gut:

  • PV-Bestandsanlagen, deren ursprünglicher Wechselrichter kein eigenes Sektorenkopplungs-EMS mitbringt (z. B. ältere Fronius-, SMA-, Kostal- oder Huawei-Systeme).
  • Multi-Hersteller-Haushalte, in denen PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox von verschiedenen Herstellern stammen und herstellereigene Apps nicht zusammenspielen.
  • Sucher dynamischer Stromtarife, die Wärmepumpe und E-Auto in günstigen Preisfenstern laden wollen — ohne ein neues Speicher-System komplett austauschen zu müssen.

Was Solar Manager nicht ist: kein Speicher, kein Wechselrichter, kein eigenes Hardware-Ökosystem. Es ist eine reine Orchestrierungs-Ebene. Wer ein All-in-One-Heimspeicher-System mit integriertem EMS sucht, schaut besser auf FENECON Home mit FEMS oder auf das BYD-Sungrow-Speicher-Cluster. Wer hingegen ein bestehendes Multi-Hersteller-System zusammenführen will, ist mit Solar Manager im Kern richtig.

Strategische Einordnung aus EMS-first-Sicht: Solar Manager ist ein Software-HEMS — die Logik sitzt in der Cloud, das Gateway ist lediglich der lokale Brückenkopf. Der Vorteil ist die hohe Geräte-Abdeckung (500+ Modelle); der Trade-off ist die Abhängigkeit von Cloud-Verfügbarkeit und jährlicher Lizenzgebühr (ab dem zweiten Jahr 47 € pro Jahr nach Marktangaben, erstes Jahr kostenlos). LEHR Energiesysteme bewertet diese Architektur projektbezogen gegen lokal-resiliente EMS-Stacks (FEMS, OpenEMS, evcc).

Connect 2 oder Flex — welches Solar-Manager-Gateway passt?

Solar Manager wird in zwei Gateway-Varianten verkauft. Beide kommunizieren mit der gleichen Solar-Manager-Cloud und nutzen die gleiche Endkunden-App — sie unterscheiden sich nur in Montage-Art und Schnittstellen-Tiefe. Welches Gerät zu welchem Projekt passt:

Flex · Plug-and-Play

Solar Manager Flex

Steckdosen-Gateway

Kompakte Box für Plug-and-Play-Installation ohne Hutschiene. Geeignet für Bestandsanlagen mit reiner IP-/WLAN-Anbindung — Wechselrichter und Wallbox per Netzwerk, kein Modbus-RTU.

  • Einfache Inbetriebnahme ohne Zählerschrank-Eingriff
  • Reine LAN-/WLAN-/Cloud-Anbindung
  • Ideal für Mietwohnungen oder schnellen Pilotbetrieb
  • Kein RS-485 / keine potentialfreien Kontakte
vs.
Connect 2 · Empfehlung im Neubau & Retrofit

Solar Manager Connect 2

Hutschiene · 4 TE

DIN-Rail-Gateway (71 × 90 × 59 mm, 4 TE) mit 1× RS-485 (galvanisch getrennt, terminiert), 2 digitalen Eingängen, 2 digitalen Ausgängen (230 V, max. 4 A / 900 W rein ohmisch) und einem analogen Ausgang 0–10 V. Lieferung inkl. separatem 230/24-V-Netzteil (1 TE).

  • RS-485 für Modbus-RTU-Geräte (S0-Zähler, ältere WR)
  • Digitalausgänge schalten direkt Wärmepumpen, Heizstäbe, SG-Ready
  • 0–10-V-Analogausgang für variable Modulation
  • Saubere Schaltschrank-Integration für Installateure
  • Ethernet RJ45 GBit + 24 VDC, Betriebstemperatur 0–55 °C

Empfehlung: Für jede Installation, die im Zählerschrank Platz hat und in der eine Wärmepumpe, ein Heizstab oder ein älterer Modbus-Wechselrichter eingebunden werden soll, empfehlen wir den Connect 2. Der Flex-Variante fehlen die galvanisch getrennten Schaltkontakte — das wird in der Praxis spätestens beim § 14a-Steuerbox-Setup oder bei der SG-Ready-Wärmepumpe relevant. Aufpreis und konkrete Gerätekosten bilden wir bei LEHR Energiesysteme in der Engineering-Beratung individuell ab — siehe Wirtschaftlichkeits-Sektion weiter unten.

Technische Eckdaten Connect 2 im Detail (aus dem Hersteller-Datenblatt 11/2024, V 1.0):

Hardware & Anschlüsse
MerkmalWert
ArtikelnummerSMC2_KIT (EAN 7629999189928)
MontageDIN Rail (35 mm Hutschiene)
Abmessung Gateway71 mm (4 TE) × 90 mm × 59 mm
Abmessung Netzteil18 mm (1 TE) × 93 mm × 59 mm
Gewicht Gateway139 g (inkl. Zubehör 269 g)
Digitale Eingänge2 × 230 V
Digitale Ausgänge2 × 230 V, max. 4 A (ca. 900 W) rein ohmisch
Analoger Ausgang0–10 V (z. B. Modulation Wärmepumpe / EZA-Regler)
Serieller Anschluss1 × RS-485, galvanisch getrennt, terminiert 120 Ω
Netzwerk1 × RJ45 GBit Ethernet
Stromversorgung & Umgebung
MerkmalWert
Spannung Input (Netzteil)110–230 VAC, 50/60 Hz
Spannung Output → Gateway24 VDC (+15 %), max. 200 mA
Temperaturbereich Betrieb0 °C bis +55 °C
Material GehäuseKunststoff
Verpackungsgröße100 × 95 × 75 mm
Software, Inbetriebnahme & Datenschutz
MerkmalWert
Sprachen App / WebportalDE, FR, EN, IT, DK
InbetriebnahmeSolar Manager Installer App / web.solar-manager.ch
App-StoresiOS und Android (inkl. Tablet-App)
DatenstandortISO-27001-zertifiziertes Datencenter, Speicherung in Deutschland (DSGVO-konform laut Hersteller)
Visualisierungs-Intervall10 Sekunden (Echtzeit-Optimierung)
Lizenzmodell (Endkunde)Erstes Jahr kostenlos · ab Jahr 2: ~47 €/a (Marktangabe Stand 11/2024)
Zertifikate & Normen
Norm / ZertifikatStatus
CEvorhanden
EN IEC 62368-1:2020 + A11:2020konform (Sicherheit ICT/AV-Geräte)
EN IEC 60669-2-1:2022 + A11:2022konform (Schalter Haushalt)
EN IEC 61000-6-3:2021 / -6-1:2019konform (EMV)
EN IEC 63000:2018konform (RoHS-Konformität)
REACH-VerordnungNo 1907/2006

Solar Manager im Vergleich — gegen SMA Sunny Home Manager 2.0 und FENECON FEMS

Drei HEMS-Architekturen, drei verschiedene Wetten auf die Energiezukunft. Wir vergleichen herstelleroffen, was bei welchem Sucher-Intent wirklich zählt — Spec-Ebene, Praxis-Ebene und Wirtschaftlichkeit. Die Highlight-Markierung (Lime-Tint) zeigt jeweils die Stärke des Systems, nicht eine pauschale Empfehlung — welches System für ein konkretes Projekt passt, hängt am Sucher-Profil.

MerkmalSolar ManagerSMA Sunny Home Manager 2.0FENECON FEMS
System-TypCloud-HEMS mit lokalem GatewayLokales HEMS mit Cloud-Portal (ennexOS)Lokales EMS auf OpenEMS-Basis im Speicher
Herstelleroffenheit500+ Geräte verschiedener HerstellerHauptsächlich SMA-Ökosystem (3rd-Party über SunSpec/Modbus)FENECON-Speicher + selektive Drittgeräte über FEMS Apps
DatenstandortDeutschland (DSGVO, ISO 27001)Deutschland (SMA Sunny Portal)Lokal + FEMS-Cloud
Bestandsanlagen-EignungSehr hoch — Gateway als Add-On nachrüstbarHoch, wenn SMA-Wechselrichter bereits vorhandenGering — primär für FENECON-Neuanlagen
§ 14a EnWGSteuerbox-Anbindung über Digitalausgänge / ModbusVorbereitet für LeistungsdimmungDimmbar nach § 14a EnWG (Hersteller-Aussage)
Notstromfähigkeit (System)HEMS-abhängig — bringt selbst keine Notstrom-LogikHEMS-abhängig3-phasig schwarzstartfähig (Speicher-Hardware)
Lizenzmodell~47 €/Jahr (1. Jahr frei)Einmal-Hardware, keine LizenzSpeicher-Kauf, FEMS-Apps teils kostenfrei / teils kostenpflichtig

← Seitlich scrollen für mehr →

BereichSolar ManagerSMA Sunny Home Manager 2.0FENECON FEMS
Wechselrichter-MarkenFronius, SMA, Kostal, Huawei, Sungrow, GoodWe, SolarEdge u.v.m.Primär SMA, 3rd-Party via SunSpec / Modbus (eingeschränkt)Eigene Hybrid-WR im Speicher, weitere via FEMS App
WärmepumpenVollvernetzte Integration (Modbus, EEBus, SG Ready) viele MarkenSG Ready via Relais, EEBus für ausgewählte MarkenSG Ready + spezifische FEMS App
WallboxenOCPP + viele proprietäre APIs, bidirektionales Laden bereits integriertSMA EV Charger + OCPP-1.6 für ausgewählte 3rd-PartyFEMS App E-Mobility (AC-Ladestation, DC, Multiladepunkt)
Smart-PlugsShelly + weitere — universelle Einbindung kleiner VerbraucherSMA-Funksteckdosen + EEBusÜber FEMS Apps Smart-Plug-Anbindung
Elektroauto-SoCWird berücksichtigt (App-seitig, Hersteller-Cloud-Schnittstellen)SoC-Anzeige für SMA-EV-Charger und ausgewählte HerstellerFEMS App E-Mobility
Dynamische StromtarifeMehrere Tarif-Anbieter integriert, Auto-OptimierungStromtarife abbildbar (manuelle Konfig nötig)FEMS App Dynamischer Stromtarif
Wirtschafts-HebelSolar ManagerSMA Sunny Home Manager 2.0FENECON FEMS
Eigenverbrauchs-Quote (typisch)Bis ~98 % bei voller Sektorenkopplung65–85 % je nach Setup70–90 % je nach Verbrauchsprofil
Wärmepumpe-Optimierung+20 % Energie-Einsparung ggü. einfacher Steuerung (Hersteller)Eigenverbrauchs-Steuerung via PV-ÜberschussFEMS App „Energie nach Solar-Prognose“
Dyn. Tarif-OptimierungBis 50 % Stromkosten-Senkung im günstigen Fall (Hersteller)Tarif-basiertes Batterie-Laden möglichFEMS App „Dynamischer Stromtarif“
Initial-HardwareGateway-Investition (Connect 2 / Flex) niedrig — Steuer-SchichtManager + Energy Meter = mittlere InvestitionSpeicher-Investition (höher) — EMS inklusive
Laufende Kosten~47 €/a Software-LizenzKeine (Hardware-only)Keine bzw. einzelne FEMS-App-Lizenzen
Amortisations-Range typisch2–4 Jahre (HEMS-only auf Bestands-PV)3–6 Jahre (gekoppelt mit SMA-Hardware)6–10 Jahre (kompletter Speicher + EMS)

Methodik-Hinweis: Eigenverbrauchs- und Einsparwerte sind Hersteller-Angaben oder typische Marktbeobachtungen. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von Lastprofil, PV-Größe, Speicher, Wärmepumpe-COP, Wallbox-Nutzung und gewähltem Tarif ab. In unserer Privat-Energiesystem-Analyse rechnen wir diese Hebel projektbezogen durch, herstelleroffen.

8 Anwendungen, in denen Solar Manager seine Stärken ausspielt

Diese acht Use-Cases tauchen in der Praxis am häufigsten auf — sortiert nach Implementierungs-Reife und wirtschaftlichem Hebel. Lime-Pille „inkl.“ bedeutet: Standard-Funktion mit Connect-2-/Flex-Gateway und Standard-Lizenz. „optional“ bedeutet: zusätzliche Hardware (Smart-Plug, Steuerbox) oder dritte API notwendig.

PV-Eigenverbrauch

Solar-Überschuss aktiv steuern statt einspeisen

inkl.

Wärmepumpe

Vollvernetzte SG-Ready / Modbus / EEBus-Steuerung

inkl.

Wallbox & E-Auto

OCPP + SoC-basiertes Laden, bidirektional vorbereitet

inkl.

Dyn. Stromtarife

Tibber, aWATTar & Co. — günstige Stunden automatisch nutzen

inkl.

§ 14a-Steuerbox

Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG

inkl.

Lastmanagement

Dynamisches Limit Hausanschluss / Sicherung

inkl.

Heizstab / Boiler

PV-Überschuss in Warmwasser umsetzen

optional

Direktvermarktung

Marktdaten-Anbindung für PV ohne EEG

optional

Zur Vertiefung pro Anwendung: Dynamische Stromtarife, §14a EnWG — was Steuerbox-Pflicht bedeutet, Direktvermarktung Photovoltaik und HEMS für das Eigenheim.

Nachrüstung — passt Solar Manager zu meinem Bestand?

Vier Fragen, vier Antworten, eine Empfehlung. Der Decision-Tree macht in 30 Sekunden klar, ob das Solar-Manager-Gateway in deinem Bestand sinnvoll ist, oder ob eine andere Strategie (Speicher-Tausch, separates lokales EMS, neuer Hybrid-Wechselrichter) wirtschaftlich besser ist.

Frage 1 · Wechselrichter

Hast du einen oder mehrere Wechselrichter verschiedener Hersteller (z. B. SMA + Fronius, oder älterer Kostal ohne EMS)?

Ja, Multi-Hersteller

Solar Manager ist hier typisch im Vorteil — die 500+-Geräte-Kompatibilität ist genau für dieses Profil gebaut.

Nein, Single-Hersteller

Prüfe zuerst die Hersteller-eigene EMS-Lösung (z. B. SMA Sunny Home Manager, FENECON FEMS) — oft günstiger oder im Hardware-Paket enthalten.

Frage 2 · Wärmepumpe + Wallbox

Hast du Wärmepumpe und/oder Wallbox — oder konkrete Pläne in den nächsten 24 Monaten?

Ja, beides oder eines

Solar Manager rechnet sich schnell durch Sektorenkopplungs-Hebel (bis 20 % mehr Eigenverbrauch laut Hersteller-Angabe).

Nein, nur PV + Speicher

Der ROI ist schwächer — ein hersteller-internes EMS reicht meist aus. Solar Manager-Aufpreis lohnt sich erst mit weiteren Sektoren.

Frage 3 · Dynamischer Stromtarif

Planst du den Wechsel auf einen dynamischen Stromtarif (Tibber, aWATTar, Octopus & Co.) — oder hast du ihn schon?

Ja

Sehr starkes Argument — die KI-basierte Tarif-Optimierung kann nochmal bis 50 % Stromkosten senken (Hersteller-Angabe für Best-Case).

Nein, Standard-Tarif

Trotzdem sinnvoll, aber der Hebel reduziert sich auf Eigenverbrauchs-Optimierung. Plane den Tarif-Wechsel parallel — siehe Ratgeber.

Frage 4 · § 14a EnWG

Hast du Wärmepumpe oder Wallbox > 4,2 kW, die ab 2024 nach § 14a EnWG als steuerbare Verbrauchseinrichtung gemeldet werden müssen?

Ja, betroffen

Solar Manager ist § 14a-ready. Connect 2 schaltet die Verbraucher bei Bedarf direkt über Digitalausgänge oder Modbus — siehe §14a EnWG-Ratgeber.

Nicht betroffen

Trotzdem sinnvoll — § 14a ist ein Zukunftshebel: bei Anschluss-Erweiterung greift die Regel nachträglich.

Wenn du bei 3 der 4 Fragen rechts (oben) gelandet bist: Solar Manager ist eine starke Wahl. Wirtschaftlichkeit prüfen wir herstelleroffen in der Privat-Energiesystem-Analyse — gegen FEMS, gegen Sunny Home Manager, gegen evcc / OpenEMS.

Wechselrichter-Check — passt mein Wechselrichter zu Solar Manager?

Wähle den Hersteller deines aktuellen Wechselrichters — der Filter zeigt sofort an, ob Solar Manager mit Connect 2 oder Flex eine Auslese-Verbindung herstellen kann und welche Einschränkungen bestehen. Die Liste deckt die häufigsten deutschen Marken ab; eine vollständige Geräte-Liste pflegt der Hersteller laufend (QR-Code in den Solar-Manager-Flyern).

Wichtig: Diese Übersicht ist eine erste Orientierung. Die konkrete Kompatibilität hängt am Wechselrichter-Modell, an der Firmware und am verwendeten Smart Meter. Bei Bestandsanlagen, die schon einige Jahre alt sind, kommt es regelmäßig vor, dass eine Firmware-Aktualisierung Voraussetzung ist. Wir prüfen das im Engineering-Schritt vor Auslieferung — herstelleroffen.

Wirtschaftlichkeit — was kostet Solar Manager und wann amortisiert es sich?

Solar Manager ist ein Software-HEMS — die Hardware (Gateway Connect 2 oder Flex) ist günstiger als ein kompletter Speicher-Tausch, aber der Wert entsteht erst durch die Sektorenkopplungs-Hebel: PV-Eigenverbrauch hoch, Wärmepumpe in günstigen Stunden, Wallbox auf Solar-Überschuss, dyn. Tarif-Optimierung. Wir zeigen drei typische Use-Cases — die Zahlen sind Hersteller-Angaben aus den Solar-Manager-Endkundenflyern und passen unserer Engineering-Erfahrung nach in den jeweils oberen Mittelbereich realer Installationen.

Use-Case 1

PV + Wallbox

bis ~1.252 €

jährliche Energiekosten-Einsparung

  • 5–10 kWp PV ohne Speicher
  • E-Auto mit Wallbox 11 kW
  • Wallbox-Steuerung auf Solar-Überschuss + Tarif
  • Standard-Stromtarif (kein dynamischer)

Use-Case 2 · häufigster Fall

PV + Speicher + Wallbox

bis ~1.445 €

jährliche Energiekosten-Einsparung

  • 5–10 kWp PV + ca. 10 kWh Speicher
  • E-Auto mit Wallbox 11 kW
  • Eigenverbrauchs-Optimierung Speicher + Wallbox
  • SoC-basiertes Laden, Solar-Überschuss-Priorität

Use-Case 3 · Maximum

PV + Speicher + Wallbox + WP + dyn. Tarif

bis ~2.300 €

jährliche Energiekosten-Einsparung

  • 5–10 kWp PV + Speicher + Wallbox
  • Wärmepumpe (SG Ready / Modbus)
  • Dynamischer Stromtarif (Tibber etc.)
  • Voller Sektorenkopplungs-Hebel

Kosten-Komponenten Solar Manager (Stand 2026, Marktrichtwerte)

KomponenteRichtwertAnmerkung
Gateway Connect 2 (Hutschiene, inkl. Netzteil) Marktrichtwert nach Auslegung Empfehlung für Schaltschrank-Installation, Wärmepumpen-Direktsteuerung, Modbus-RTU
Gateway Flex (Plug-and-Play) günstiger als Connect 2 Wenn nur IP/WLAN-Geräte und kein Eingriff im Zählerschrank
Software-Lizenz Endkunde 1. Jahr kostenlos · ab Jahr 2 ~47 €/a Marktangabe Stand 11/2024 — laufende Lizenz für Cloud-KI, App, Updates
Installation & Einbindung projektabhängig Hängt an Wechselrichter-Zugang, vorhandenem Smart Meter, Wärmepumpe-Schnittstelle
Optional: Smart-Plugs / Steuerbox ca. 30–150 € pro Gerät Pro Verbraucher (Wärmepumpe, Heizstab, Wallbox), Shelly o. ä.

Hinweis zur Kostentransparenz: Konkrete Gateway- und Installationspreise hängen am gewählten Vertriebspartner und an den Gegebenheiten vor Ort (Zählerschrank-Platz, Hausverkabelung, vorhandene Smart-Meter-Infrastruktur, Wärmepumpe-Modell, Wechselrichter-Generation). LEHR Energiesysteme erstellt im Rahmen der Privat-Energiesystem-Analyse ein konkretes, herstelleroffenes Angebot — auch gegen alternative HEMS-Strategien (FENECON FEMS, evcc, OpenEMS).

Typische Fehler — und wie LEHR Energiesysteme sie vermeidet

Fünf Fehler tauchen in der Praxis besonders häufig auf, wenn ein Solar-Manager-Setup ohne Engineering-Perspektive gemacht wird. Die wirtschaftliche Folge ist jedes Mal ähnlich: das System funktioniert technisch, schöpft aber den möglichen Hebel nur teilweise aus.

  • Fehler 1 — Flex statt Connect 2 für Wärmepumpe. Wer Flex kauft, weil es günstiger ist, kommt bei der Wärmepumpe-Direktsteuerung an die Grenzen. Ohne Digitalausgang muss eine zusätzliche Steuerbox/Shelly nachgekauft werden — in Summe oft teurer als Connect 2 direkt.
  • Fehler 2 — Wechselrichter-Firmware übersehen. Ältere Fronius- oder Kostal-Wechselrichter brauchen je nach Modell eine Firmware-Aktualisierung, bevor Solar Manager sauber auslesen kann. Wir prüfen das vor Auslieferung gegen die aktuelle Hersteller-Liste.
  • Fehler 3 — Smart Meter doppelt gekauft. Wenn der Wechselrichter bereits einen Smart Meter integriert hat (Fronius Smart Meter, SMA Energy Meter, Kostal Smart Energy Meter), reicht oft dessen Datenstrom — ein zusätzliches Solar-Manager-Messgerät ist nicht zwingend nötig.
  • Fehler 4 — Sektorenkopplungs-Plan fehlt. Solar Manager ohne Wärmepumpe und ohne Wallbox ist nur halber Nutzen. Wenn diese Sektoren in absehbarer Zeit kommen sollen, sollte der Wechselrichter-/Speicher-Pfad jetzt darauf abgestimmt werden — sonst läuft man in Folge-Engpässe (Hausanschluss, Phasenlast).
  • Fehler 5 — § 14a-Steuerbox als „extra“-Thema. § 14a EnWG ist seit 2024 verbindlich für neue Wärmepumpen und Wallboxen > 4,2 kW. Wer das HEMS unabhängig davon plant, riskiert eine zweite Hardware-Installation. Solar Manager Connect 2 kann beide Rollen abdecken — das spart bei sauberer Planung Aufwand und Geld.

FAQ — Solar Manager als HEMS für PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox

Eignet sich Solar Manager auch für Anlagen ohne Photovoltaik?

Ja. Auch ohne PV-Anlage liefert Solar Manager Wert — durch die Optimierung mit dynamischen Stromtarifen. Wärmepumpe, Wallbox und Heizstab werden dann nicht auf Solar-Überschuss, sondern auf günstige Börsenpreis-Stunden gesteuert. Im günstigen Fall sind bis 50 % Stromkosten-Einsparung möglich (Hersteller-Angabe).

Was kostet Solar Manager im laufenden Betrieb?

Das erste Jahr ist die Software-Lizenz kostenlos enthalten. Ab dem zweiten Jahr fällt nach Marktangaben (Stand 11/2024) eine jährliche Endkunden-Lizenz von ca. 47 € an. Dafür gibt es Cloud-KI-Optimierung, App, Webportal, kostenlose Over-the-Air-Software-Updates und technischen Support. Die Gateway-Hardware (Connect 2 oder Flex) ist eine Einmal-Investition.

Ist Solar Manager § 14a-EnWG-konform?

Solar Manager ist nach Hersteller-Aussage „komplett ready für 2025 — dynamische Tarife & § 14a sind für den Solar Manager eine Leichtigkeit“. Connect 2 kann steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpe, Wallbox > 4,2 kW und Heimspeicher dimmen oder schalten. Die genauen Anforderungen an die § 14a-Steuerbox erläutern wir im §14a EnWG-Ratgeber.

Funktioniert Solar Manager mit BYD HVS/HVM oder FENECON Home?

Solar Manager arbeitet primär auf Wechselrichter-Ebene und steuert über den Wechselrichter den angeschlossenen Speicher. Bei BYD HVS/HVM hängt die Integration am vorgeschalteten Wechselrichter (Fronius, Kostal, SMA, Sungrow, etc.) — alle gängigen sind unterstützt. FENECON Home bringt sein eigenes FEMS mit, das den meisten Solar-Manager-Funktionsumfang abdeckt — eine parallele Solar-Manager-Installation ist hier in der Regel nicht sinnvoll.

Wo werden die Energie-Daten gespeichert?

Die Solar-Manager-Cloud läuft nach Hersteller-Angabe in einem ISO-27001-zertifizierten Datencenter in Deutschland und ist DSGVO-konform. Der Endkundenflyer für den DE-Markt weist dies explizit aus; der CH-Flyer formuliert „Datenschutz-konform in der EU“.

Kann Solar Manager Direktvermarktung unterstützen?

Solar Manager fokussiert primär auf Eigenverbrauchsoptimierung und dynamische Endkundentarife. Für die Direktvermarktung des PV-Stroms an der Börse ist in der Regel ein zusätzlicher Marktanbindungs-Vertrag mit einem Direktvermarkter nötig — Solar Manager kann die Datengrundlage liefern, ersetzt aber nicht den vertraglichen Vermarktungs-Layer.

Ist Solar Manager für Gewerbe-Anlagen geeignet?

Der Hersteller adressiert primär Privatkunden (Endkundenflyer) und Installateure für Eigenheim-Projekte. Für Gewerbe-Anlagen mit Lastspitzen-Management, Peak-Shaving und Multi-Use-Speicherbetrieb sind eher TESVOLT, FENECON Industrial oder dedizierte Gewerbe-EMS-Systeme die Wahl. Wir prüfen das in unserer Gewerbe-Energiesystem-Analyse projektbezogen.

Was passiert bei Internet-Ausfall?

Solar Manager ist ein Cloud-HEMS — bei einem länger andauernden Internet-Ausfall sind KI-Optimierung und dynamische Tarif-Steuerung nicht verfügbar. Die Basisfunktionen des PV-Systems (Eigenverbrauch, Speicher-Laden bei Sonne) laufen weiter, weil sie im Wechselrichter selbst implementiert sind. Für resiliente, vollständig lokale Setups empfehlen wir auf Wunsch Alternativen auf OpenEMS-Basis (z. B. FEMS) zu prüfen.

Wie unterscheidet sich Solar Manager von der SMA Sunny Home Manager 2.0?

SMA Sunny Home Manager 2.0 ist eine lokale Hardware ohne laufende Lizenzgebühr, fokussiert primär das SMA-Ökosystem (3rd-Party-Wechselrichter via SunSpec/Modbus, oft eingeschränkt). Solar Manager ist ein Cloud-HEMS mit ~47 €/a Lizenz, dafür mit deutlich breiterer Geräte-Abdeckung (500+) und stärkerem Multi-Hersteller-Fokus. Für SMA-only-Setups ist Sunny Home Manager 2.0 oft die wirtschaftlich engere Wahl; für Multi-Hersteller-Haushalte Solar Manager.

Solar Manager — ist es für dein Haus die richtige Wahl?

Wir prüfen herstelleroffen, ob Solar Manager mit Connect 2 oder Flex der wirtschaftlich beste Hebel für deinen Bestand ist — oder ob FENECON Home, ein lokales OpenEMS-Setup oder eine kombinierte Strategie mehr bringt. Du bekommst eine konkrete Empfehlung mit Zahlen, nicht ein Produkt verkauft.

Unverbindlich · Herstelleroffen · Wirtschaftlichkeit vor Produktverkauf. LEHR Energiesysteme ist EMS-first Engineering- und Optimierungspartner, kein PV-Installateur. Wir vergleichen Solar Manager mit SMA Sunny Home Manager 2.0, FENECON FEMS, evcc, OpenEMS und weiteren Architekturen.

VERTIEFUNG · VERWANDTE RATGEBER

Themen, die zu Solar Manager passen

→ Energiemanagement HEMS Privat

Welches HEMS für welches Eigenheim — Architekturen, Anbieter und Wirtschaftlichkeit im Überblick. Solar Manager ist eine von mehreren Optionen.

→ Dynamische Stromtarife

Tibber, aWATTar, Octopus & Co. — wie dynamische Tarife funktionieren und welcher Hebel mit Wärmepumpe und Wallbox tatsächlich realistisch ist.

→ § 14a EnWG

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen ab 2024 — was Wärmepumpen, Wallboxen und Heimspeicher konkret tun müssen, und wie Solar Manager das löst.

→ FENECON Home 6/10/15

All-in-One-Heimspeicher mit integriertem FEMS — die EMS-first-Alternative, wenn ein Speicher-Neukauf ohnehin ansteht.

→ BYD HVS vs. HVM

Hochvolt-Speicher von BYD im Direktvergleich. Solar Manager kann beide Linien über den Wechselrichter steuern.

→ Stromspeicher nachrüsten

AC vs. DC, Wechselrichter-Kompatibilität und Wirtschaftlichkeit, wenn der Speicher nachträglich in eine Bestands-PV kommt.

Herstelleroffen — wie LEHR Energiesysteme das HEMS bewertet

LEHR Energiesysteme ist kein Solar-Manager-Reseller — wir vergleichen jedes HEMS herstelleroffen gegen reale Alternativen. Diese Seite gehört zu unserem Hersteller-Hub, in dem auch FENECON Home, BYD HVS/HVM und weitere Marken jeweils mit eigener Pillar dokumentiert sind. Welches Produkt für deinen konkreten Bestand das richtige ist, entscheidet die individuelle Lastprofil- und Wirtschaftlichkeitsanalyse — nicht die Marke.

Quellen & Hinweis

Primärquellen Hersteller (Solar Manager AG, Schweiz · Solar Manager GmbH, Isernhagen)

  • Solar Manager — Connect 2 Technisches Datenblatt, 11/2024 V 1.0 (Hersteller-PDF)
  • Solar Manager Endkundenflyer DE-DE und CH-DE, 02/2025 (Hersteller-PDF)
  • Solar Manager Installer-Flyer Deutschland 01/2025 (Hersteller-PDF)
  • Hersteller-Website: solar-manager.com (DE) und solarmanager.ch (CH)
  • Solar Manager Installer-Plattform: web.solar-manager.ch

Regulatorische und Markt-Quellen

  • Bundesnetzagentur — Festlegung Steuerbare Verbrauchseinrichtungen § 14a EnWG (BK6-22-300)
  • HTW Berlin — Stromspeicher-Inspektion (jährlich, System-SPI für Wechselrichter-Speicher-Kombinationen)
  • SMA Solar Technology AG — Sunny Home Manager 2.0 Datenblatt (Vergleichsquelle)
  • FENECON GmbH — FEMS-Produktblatt und Home 6/10/15 Datenblatt (Vergleichsquelle)
  • Marktrichtwerte Gateway / Lizenz: Memodo, Sonnenladen, Photovoltaik-Shop, Teutschtech (Stand 2025/2026)

Hinweis: Diese Seite ist Engineering- und Beratungs-orientiert. LEHR Energiesysteme ist kein PV-Installateur, sondern EMS-first Engineering- und Optimierungspartner. Wir vergleichen Solar Manager herstelleroffen gegen SMA Sunny Home Manager 2.0, FENECON FEMS, evcc, OpenEMS und weitere HEMS-Architekturen. Marken- und Produktnamen sind Eigentum ihrer jeweiligen Hersteller (Solar Manager AG / Solar Manager GmbH; SMA Solar Technology AG; FENECON GmbH; BYD Company Limited). Einspar- und Eigenverbrauchsangaben sind Hersteller- bzw. Marktangaben — tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt am Lastprofil, der PV-Größe, dem Speicher, der Wärmepumpe und dem gewählten Stromtarif. Konkrete Projekte erfordern eine individuelle Analyse.